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NMEA Verdrahtung

Die älteren Funkgeräte haben nur einen Eingang für die Daten vom GPS Empfänger.

Es gibt GPS Mäuse mit einem USB Anschluss. Dann muss das Funkgerät diese Maus mit 5 Volt Spannung versorgen.

Garmin hat einen runden Stecker mit 8 Kontakten.
Aber keiner davon ist für die Stromversorgung des anzuschließenden Gerätes vorgesehen.
Es sind nur Daten:
- ein Eingang für die die Daten vom GPS
- und ein Ausgang von Daten. Z.B. wenn das Funkgerät  mit integriertem AIS dann Daten an den Plotter liefert. 

<== Das Funkgerät empfängt die GPS Daten vom GPS mit NMEA EIN (+)  und (-).
NMEA ist das Datenprotokoll. Das muss im Sender (Tx = Transmitter) und Receiver (Rx) passend eingestellt sein.

Daten_ausgang_ am Funkgerät

Am Data Out  (das ist das Gleiche wie NMEA Out) liefert das Funkgerät Daten an den Plotter, z.B. AIS:

Handbuch Lowrance Link 5

 

 

Wie können Fahrtensegler die Küstenfunkstellen nutzen?

Mit Marine- und Amateurfunk-Geräten.

Die International Telecomunication Union (ITU) betreibt eine Datenbank in dem die Rufzeichen der Schiffe und die Daten der Küstenfunkgsellen eingetragen sind..

  1. Alle Ship-License (Frequenzzuteilungs-Urkunden werden von den nationalen Behörden (BNetzA) in die Datenbank eingetragen.
    http://www.itu.int/online/mms/mars/ship_search.sh (Googeln mit "ITU Mars")
    Man sollte drauf achten, das die Adressdaten des "Emergency Contact" aktuell sind. 
    Die Rettungscenter nutzen diese Kontakt-Telefonnummern um bei EPIRB Fehlalarmen und "False Distress Alert" nachzufragen um die durch Fehlalarme verursachten Kosten zu vermeiden.

  2. Die Daten der Küstenfunkstationen (Koordinaten, Freuenzen, Zeiten der Hörwache, Kontakt, ..) kann man anzeigen lassen:
    http://www.itu.int/online/mms/mars/coast/coast_search.sh

Durch die Auswahl "HF" werden nur die Stationen angezeigt, die ab 4 MHz,  arbeiten. (4,6,8,12,16 MHz)
Die Stationen auf  "MF" senden auf MediumFrequency, auf Deutsch wird das mit Grenzwelle Bezeichnet,
da es auf der Grenze zwischen Mittelwelle und Kurzwelle liegt. (1,6MHz-4 MHz).

 

 Die Station GUAM gehört zur US Coastguard und wurde 2014 erweitert.
Neben den Kanälen mit automatischem DSC Watch gibt es auch eine klassische Hörwache. 

 

Im Detail wird hier dargestellt:

Auf dem Kanal 601 (6,501MHz) und 1205 (13,089MHz) gibt es eine Hörwache rund um die Uhr .
Entsprechend der Bandbedingungen der KW Bänder auf 
Kanal 601 von 0900 -2100
Kanal 1205 von 2100 - 0900

Ich habe dann beim MRCC Guam im Mai 2013 direkt angefragt:

Dear Mr Alm,
Further to our former communication, I can now enclose the following correspondence (in Red) between my colleague Mr Thompson and the US Coast Guard. I hope this is of assistance.Sir, we apologize for any delays or misunderstandings regarding your intention to clarify our operational position. Below are responses to your inquiry:
-VHF DSC monitored 24/7 (GMDSS Sea Area 1, VHF-CH70 156.525MHZ)
-HF DSC monitored 24/7 (GMDSS Sea Area 1, 2, 3)
......................
-HF 2182kHz monitored 24/7
-HF 6215kHz monitored nightly (1930-0730K)
12290kHz monitored day-time (0730-1930K)
......................
-HF 4MHz, 8MHz, 16MHz are not monitored 24/7
I hope this answers your questions.
Very respectfully,
....
USCG Sector Guam

 Man muss auf´s Vorzeichen achten!

Die Uhrzeiten sind hier mit "K" angegeben.
Das ist nicht die UTC - wie sonst üblich, sondern die "Kilo" Zeitzone mit einem Offset von 10 Stunden.
Die Sonne geht in Guam 10 Stunden früher auf, das ist positiv, deshalb wird die Zeit mit positivem Vorzeichen in das Funkgerät eingegeben.
In dieser auch üblichen Darstellung ist die "Kilo" Zeitzone mit einem Minus gekennzeichnet. 

Es igibt zwei unabhängige Quellen für den Ausbau des GMDSS Netzes mit den Küstenfunkstellen / Rettungsstationen:

In der Admiralty List der Radio Station (ALRS) wird das Mekmal der DSC HF nur vergeben, wenn alle DSC Frequenzen nicht nur abgehört werden,
sondern auch darauf auch geantwortet werden kann.
Wenn ein Station, wie das MRCC auf den Kanaren, nur eine Frequenz (8 MHz) bedient - die Antenne ist ca. 100 Meter hoch,
dann wird das in den regionalen Übersichtsgrafiken der ALRS nicht als vollwertige DSC Watch vermerkt,
sondern nur im Detail in der Frequenzliste.

Neben der DSC Watch gibt es auch die Hörwache: hier 24 Stunden (H24) auf  6.215,5 MHz - das ist die Voice Distress Frequency.
Die ist auch für Amateurfunker ohne DSC erreichbar.

http://www.ukho.gov.uk/ProductsandServices/MartimeSafety/WeeklyNms/09wknm14_Week09_2014.pdf

Brunei Radio pflegt eine Liste der MRCCin der Region:
http://www.bruneibay.net/bbradio/bbremergcontactlist.htm

 

 

 

Für wen ist die US Amateurfunklizenz sinnvoll?

Vergleich zwischen Seefunk- und Amateurfunk:

Rettungsdienste:
Die Kurzwellensender des öffentlichen Radios haben weitgehend den Betrieb eingestellt.
Damit sind die Bezugesquelen für Wtetterberichte und die Nachrichten entfallen.
Dagegen wird das GMDSS System laufend ausgebaut. 

24 Länder gab es in 2008 mit einer oder mehreren MRCC mit Kurzwellensendern (>4MHz),
Im Jahr 2015 sind es 39 Länder mit MRCC Stationen.
Darunter sind u.a. neue Stationen für den Pazifik und Indischen Ozean: 
Columbia, Mexiko,  Papeete, Guam, Mauritius, Oman, Iran.
http://www.navcen.uscg.gov/pdf/marcomms/imo/Circulars/GMDSS1_Circ17.pdf - in Annex 4 (Liste der Stationen auf  Page 1-7)


Kosten für Funkgeräte:

Die Seefunkgeräte sind teurer als Amateurfunkgeräte. Man erhält aber auch eine höhere Lebensdauer und bessere Betriebssicherheit.

Aufwand für die Prüfung:
Die LRC Prüfung beschränkt sich auf das Verstehen der Konzepte und Bedienen der Geräte. 
Der Lernaufwand der Teilnehmer in meinen LRC Kursen ist mit ca. 16-20 Stunden inkl. Kurs geringer als für die SRC Prüfung..

In der Vorbereitungszeit gibt es so viele Dinge zu klären, da fehlt es in der Regel an der Zeit.

Meine Empfehlung:

Ein Funkgerät auf Seefunkfrequenz:
- bietet die beste Sicherheit durch die Rund-um-die-Uhr Betriebsbereitschaft der Küstenfunkstationen.
- ermöglicht die Teilnehme an den Funkrunden der Fahrtensegler auf den Marinefrequenzen
- der Aufwand für die LRC Prüfung ist überschaubar

Wenn man auch an den Funkrunden auf den Amateurfunkfrequenzen teilnehmen möchte:

  • Die Seefunkgeräte lassen sich freischalten auf Amateurfunkfrequenzen.
  • Die US Amateurfunkprüfung der Einstiegsklasse (Tecnician)  machen. 
    Dann hat man einen eigenen Einblick in die Technik und den Zeitbedarf für die erforderlichen Prüfungen.
  • dann kann man ggf.  die US Lizenz (General) mit dem Zugang zu den Kurzwellenbändern 
    im zweiten Schritt noch in Deutrschland oder in der Karibik, Florida etc. machen.

    Dort hat man dann die Zeit und sieht, und hört auch vor Ort, ob es sich lohnt neben den Funkrunden auf Marinefrequenzen auf den Funkrunden der Amateurfunker teilzunehmen.
    http://www.docksideradio.com/Cruising%20Nets.htm

Für wen ist nun die US Prüfung für die Amateurfunklizenz sinnvoll?

Wenn man für das Abi schon die Mathe- und Physikkurse abgewählt hat
Dann spart man sich das reine Auswendiglernen von vielen Prüfungsfragen die man in der Praxis nicht braucht.

  • Die deutsche Amateurfunk-Prüfung geht davon aus, das man sich ein Funkgerät selber zusammenbaut.
    Es werden Bautteile dimensioniert und die Formeln muss man können.
    Die US Prüfung ist praxisgerechter, man muss man die Konzepte verstanden haben.
    Aber das braucht man auch um Fehler eingrenzen zu können, sich Tips zu holen und Entscheidungen zu fällen.
  • In der US Prüfung gibt es keine Formeln und ein Taschenrechner ist zwar erlaubt.
    Doch den braucht man nicht, wenn man noch per Hand multiplizieren und dividieren kann.

Wenn man die Technikfragen schon zu  80% - 90% beherrscht, 
und die Abkürzungen und Länderkennungen nicht lernen will.

  • Das war meine Motivation.
    Ich habe Nachrichtentechnik studiert, und mein Langzeitgedächnis lieferte mir  für die Technikfragen immer die richtige Antwort.
    In jeder der 3 US Prüfung sind ca. 70% der Fragen zu technischen Konzepten - das hatte ich Vorteile.
    Und die 30% der Fragen zu spezifischen US-Regularien, Betriebsverfahren und Abkürzungen,
    Diese Fragen brauchte ich nicht büffeln.
    Es reichte, wenn ich bei der Multiple Choice Prüfung die offensichtlich unsinnigen Fragen ausschliessen konnte.
    In der deutsche Amateurfunkprüfung sind dagegen in einer eigenen Prüfung ca. 100 Fragen zu Betriebsverfahren und Vorschriften zusammengefasst.
    Da kann man nichts mit Technkiwissen kompensieren, da hätte ich auswendig lernen müssen, und das wollte ich nicht.

Wenn man Amateurfunk nur auf dem Boot, aber nicht in Deutschland machen will

  • Die deutsche Amateurfunk-Prüfung gliedert  sich in:
    - Funk auf UKW als Einstiegsklasse (E) und alle Frequenzen, d.h. incl. Kurzwelle  ohne Beschränkung (A)
    - Betriebsverfahren
  • Die US Prüfung kennt 3 Stufen:
    In jeder der drei Stufen sind Fragen zu Betriebsverfahren, rechtliche Grundlagen und Abkürzungen enthalten
    Technician: UKW
    General: KW incl . der Pactorfrequenzen
    Extra: höhere Sendeleistungen bis hin zu Kilowatt - das hat man auf einem Segelboot sowieso nicht.

  • Vergleichbar sind die 3 US Stufen mit den 2 deutschen Lizenzklassen:
    Die US Klasse Extra kann man in eine deutsche A Lizenz umschreiben lassen. Der Aufwand ist allerdings gleich hoch.
    Die US Klasse General ermöglicht den Zugang zu den Pactor-Frequenzen der Amateurfunkbänder.
    Die US Klasse General kann man in eine deutsche Einsteigerlizenz umschreiben lassen, 
    das reicht aber nur für die UKW Bänder, also nicht für Pactor.
 

UKW Funk in Kroatien

Einige Teilnehmer segeln in Kroatien, speziell aus den SRC Kursen im Sommer, wenn das Charterboot gebucht werden soll.

Um den Kurs praxisgerechter zu machen habe ich die Küstenfunkstellen in Kroatien aus der "Admiralty List of Radio Stations" entnommen..

Das dient nur der Veranschaulichung der Reichweite die ich hier mit 30 Meilen angenommen habe.
Je höher der Sendemast an Land, umso größer ist dann die Reichweite.

Das MRCC ist in Rieka.
Sub-Center sind in Pula, Senj, Zadar, Sibenik, Split, Ploce und Dubrovnik.

 Ich habe auch noch Angaben gefunden (alle in Englsch)
zu den Maritime Safety Information: (Wetter- und Navigationswarnungen
http://www.plovput.hr/en/radio-service/maritime-safety-information-msi

COAST RADIO STATION VHF CHANNELS BROADCAST SCEDULE (UTC)  
CRS Rijeka Radio 04, 20, 24, 81 05:45 / 12:45 / 19:45  
CRS Split Radio 07, 21, 23, 28, 81 05:45 / 12:45 / 19:45  
CRS Dubrovnik Radio 04, 07, 28, 85 05:45 / 12:45 / 19:45  
       

Umfangreiche Wetterberichte:
http://prognoza.hr/prognoze_e.php?id=jadran_e

 

EPIRB's mit 121,5 MHz sind nutzlos

 

Es werden immer wieder auf ebay alte EPIRB's verkauft die eine falsche Sicherheit vorgaukeln.

 

1. EPIRB's senden ein Signal, das geortet werden muss.

2. Es gibt Satelliten, die können orten - COSPAS - SARSAT, aber die arbeiten auf einer anderen Frequenz: auf 406 MHz.

3. Bis 01.Februar 2009 wurden auch die Notsignale auf 121,5 MHz geortet und Hilfsmassnahmen eingeleitet. 

 

 

Der Hersteller Jtron stellt auch aktuell EPIRB's her. Die kosten auch richtig Geld.

http://www.jotron.com/Artikkel/Historic-products/Tron-1K/10001620.php

 

Aus dem Handbuch 
http://www.jotron.com/ai_files/users_manual_tron_1k_12932.pdf

ist ersichtlich, das diese EPIRB nur auf 121,5 / 213 MHz sendet.

Diese Frequenz wird nicht mehr beobachtet.
Seit 2009 ist das Satellitensystem COSPAS / SARSAT für diese Frequenz abgeschaltet worden weil es zu viele Fehlalarme gab.

http://www.daec.de/fileadmin/user_upload/files/2012/fachbereiche/luftfahrttechnik/ELT.pdf


D

 
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